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PRIVATE ART COLLECTIONS

Seit seiner Wiedereröffnung trachtet das LIECHTENSTEIN MUSEUM danach, das Unternehmen auf eine möglichst breite Basis zu stellen. Im Zusammenhang damit wurde auch die Idee der PRIVATE ART COLLECTIONS geboren, die ein Zusammenschluss von Sammlungen ist, die ihren Ursprung im Mäzenatentum des Adels oder in ähnlich gelagerter privater Sammeltätigkeit haben.

Vom 18. Jahrhundert bis 1938 dominierten zwei Welten die Wiener Sammlungs- und Museumsszene: die Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses und in ihrer Nachfolge die Bundesmuseen auf der einen Seite, die gräflichen und fürstlichen Sammlungen auf der anderen Seite.

Die Sammlungen Liechtenstein, Esterházy, Czernin, Lamberg, Harrach oder Schönborn dominierten über Jahrhunderte hindurch die Wiener Museumslandschaft und waren in ihrer Gesamtheit von gleicher Bedeutung wie die kaiserlichen Sammlungen, deren Gegenpol sie bildeten. 


GRAF HARRACH'SCHE FAMILIENSAMMLUNG

Die Gemäldegalerie der Grafen Harrach entstand in einer Zeit der kulturellen Blüte der österreichischen Erbländer. Die drei Mitglieder des Geschlechtes, denen der grösste und schönste Teil der Sammlung zu verdanken ist, die Grafen Ferdinand Bonaventura I., Alois Thomas Raimund und Ernst Guido, haben in der Zeit Leopolds I., Karls VI. und Maria Theresias ihr Interesse an der bildenden Kunst in der Förderung zeitgenössischer Künstler und im Sammeln älterer Werke verwirklicht. Mit einer vierten umfangreichen Sammlung, die die Entwicklung der Sammlung im frühen 19. Jahrhundert vor Augen führt, hat Graf Johann Nepomuk Ernst die Galerie in Franziszeischer Zeit entscheidend vermehrt.

http://harrach.nwy.at

ESTERHÁZY-PRIVATSTIFTUNG

Vor 300 Jahren hat Fürst Paul Esterházy de Galántha das Primogeniturfideikommiss gegründet und den Grundstock für eine Reihe von Sammlungen gelegt, die heute noch zu den Kostbarkeiten europäischer Kultur zählen. Fürst Paul I. war nicht nur wie sein Vater, Graf Nikolaus, Herrscher über ein „Feenreich“, sondern auch grosszügiger Mäzen und leidenschaftlicher Kunstsammler. Sein kultureller Nachlass war Ausdruck von Macht, Würde, herrschaftlicher Repräsentanz und Religiosität.

www.esterhazy.at

SAMMLUNG SCHÖNBORN-BUCHHEIM

Mit dem Namen Schönborn ist untrennbar eine Glanzzeit der europäischen Kunstgeschichte verbunden: Zwischen 1693 und 1746 prägten die Schönborns als Fürsten und Bischöfe in Mainfranken und am Mittelrhein eine Epoche des Bauens auf höchstem künstlerischem Niveau. Zugleich repräsentierten Lothar Franz von Schönborn, Kurfürst und Erzkanzler, und vier seiner Neffen, die er als Regenten der Bistümer Bamberg, Würzburg, Trier und Speyer-Worms platzieren konnte, sich und ihren herrschaftlichen Stand in umfangreichen Kunstsammlungen, die zum Teil als geschlossene Ensembles erhalten blieben.

GEMÄLDEGALERIE DER AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE, WIEN

Die Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste und die 1692 gegründete Wiener Akademie sind in ihrer über 310-jährigen Geschichte untrennbar miteinander verbunden. Nachdem der Grundstock der Sammlung bereits im 18. Jahrhundert in den jährlich prämierten Preisstücken und den Aufnahmewerken der Akademiemitglieder entsteht, schlägt im Jahr 1822 die eigentliche Geburtsstunde der Galerie, als
Graf Lamberg-Sprinzenstein seine berühmte Gemäldesammlung der Akademie als Stiftung überlässt.

Die Gemäldegalerie ist aufgrund von umfassenden Renovierungs- und Modernisierungsmassnahmen vom 1. August 2009 bis zum Abschluss der Arbeiten im Frühjahr 2010 geschlossen.

www.akademiegalerie.at

RESIDENZGALERIE SALZBURG

Malerei von internationalem Rang präsentiert die Residenzgalerie Salzburg in der zweiten Etage der ehemals fürsterzbischöflichen Residenz Salzburg. Das prächtige Ambiente des 1923 gegründeten Museums entspricht dem hochkarätigen Bestand der Salzburger Landessammlung in idealer Weise. Einen bedeutenden Schwerpunkt bildet ein Teil der altösterreichischen Adelssammlung Czernin, 1980 vom Land Salzburg erworben.

www.residenzgalerie.at

SAMMLUNGEN DES FÜRSTEN VON UND ZU LIECHTENSTEIN

Die Fürstlichen Sammlungen umfassen Hauptwerke europäischer Kunst aus vier Jahrhunderten und gehören heute zu den bedeutendsten privaten Kunstsammlungen der Welt. Ihre Anfänge liegen im 17. Jahrhundert. Wie bei vielen anderen in dieser Zeit entstandenen Sammlungen liegen die Wurzeln massgeblich im barocken Ideal kunstsinnigen fürstlichen Mäzenatentums. Das Haus Liechtenstein hat dieses Ideal über Generationen konsequent gepflegt und die Bestände planvoll erweitert und ergänzt. Aktive Ankaufspolitik setzt wesentliche Akzente durch spektakuläre Neuerwerbungen.

www.fuerstenhaus.li

SAMMLUNG OSKAR REINHART "AM RÖMERHOLZ"

Die Sammlung Oskar Reinhart "Am Römerholz" gehört zu den bedeutendsten Privatsammlungen des 20. Jahrhunderts. Sie umfasst 207 Werke der europäischen Kunst von der Spätgotik bis zum frühen 20. Jahrhundert. Das Schwergewicht liegt auf der französischen Malerei des 19. Jahrhunderts, die sich mit wichtigen Werken alter Meister verbindet. Die französischen Impressionisten und ihre unmittelbaren Vorläufer im 19. Jahrhundert sind mit bedeutenden Werken vertreten, Paul Cézanne (1839-1906) setzt mit einer Reihe von Gemälden und Arbeiten auf Papier einen eigenen Schwerpunkt.

www.roemerholz.ch

ROCKOXHUIS

Das Antwerpener Rockoxhuis, ein kulturhistorisch wertvolles Patrizierhaus, war ursprünglich Wohnstätte eines der bedeutendsten Antwerpener Bürgern der Zeit um 1600: Nicolaas Rockox. Rockox, der vor allem als Schöffe und Bürgermeister während der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts eine führende Rolle im öffentlichen Leben seiner Heimatstadt einnahm, war vor allem auch als Kunstmäzen von grosser Bedeutung für die Stadt. Unter anderem seine Verbindung zu Peter Paul Rubens, den er wesentlich unterstützte, und die Freundschaft, die ihn mit dem Künstler verband, ermöglichten es ihm, im Laufe der Jahre eine veritable Kunstsammlung aufzubauen. Werke von Pieter Aertsen, Brueghel, Jan Wildens oder Anthonis van Dyck zierten neben anderen Kunstschätzen seine Räume.

www.rockoxhuis.be

MUSEO POLDI PEZZOLI

Das Museo Poldi Pezzoli, das auf die Sammeltätigkeit des gleichnamigen ehemaligen Besitzers zurückzuführen ist, befindet sich im Herzen Mailands und beherbergt eine der bedeutendsten Privatkollektionen der Welt. Im Jahr 1850 begann Gian Giacomo Poldi Pezzoli, der aus einer kunstbegeisterten Mailänder Familie stammte, mit der Ausstattung seines Stadtpalastes und legte so den Grundstock zu seiner hochkarätigen Kunstsammlung. In einer Abfolge von mehreren Räumen wird der Besucher durch die verschiedenen Perioden der Kunstgeschichte geführt. Die Exponate aus den Bereichen Malerei, Kunsthandwerk und Porzellan, die vom Mittelalter über die Renaissance bis zum Rokoko reichen, sind nach Epochen gegliedert und aufeinander abgestimmt. Hervorzuheben sind vor allem die Gemälde der Renaissance von Botticelli, Mantegna, Piero della Francesca und Giovanni Bellini sowie Werke aus dem 18. Jahrhundert von Tiepolo, Canaletto oder Guardi. Seit 1881 ist die Sammlung bereits öffentlich zugänglich.

www.museopoldipezzoli.it

LA COLLEZIONE DEI PRINCIPI BORROMEO

Die Sammlung der Principi Borromeo ist eine der wichtigsten aristokratischen Sammlungen des 19. Jahrhunderts, die vor allem zwischen 1780 und 1830 durch Fürst Gilberto V. Borromeo (1751–1837) zusammengetragen wurde. Ursprünglich öffentlich zugänglich war die Sammlung unter dem Namen Museo Borromeo in einem der Stadtpaläste der Familie in Mailand. Während des 2. Weltkriegs wurde sie jedoch kurz vor der Zerstörung des Palastes durch Bomben ausgelagert. Der Kern der Sammlung Principi Borromeo, deren Schwerpunkt auf herausragenden Werken der lombardischen Renaissance liegt, wird nach seiner Restaurierung in den Jahren 2007/08 in einer Ausstellung im Museo Poldi Pezzoli in Mailand, im LIECHTENSTEIN MUSEUM in Wien und anschliessend auf den Borromäischen Inseln präsentiert werden.

www.borromeoturismo.it

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