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| Nach Verhandlungen, die schon 1692 begonnen hatten, gelang Johann Adam Andreas I. 1693 der Erwerb des monumentalen „Decius Mus-Zyklus“, mit dem er die Basis für die stetig wachsende Rubens-Sammlung wesentlich verbreiterte. |
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Den acht Bilder umfassenden Zyklus schuf Rubens als Vorlage für Tapisserien. Peter Paul Rubens selbst bezeichnete den Auftraggeber als genuesischen Edelmann. Der Vertrag vom 9. November 1616 zwischen den Brüsseler Webern Jan Raes und Frans Sweerts sowie dem genuesischen Händler Franco Cattaneo ist erhalten. Die beiden ersten Webungen der Decius Mus-Serie in der Brüsseler Manufaktur des älteren Jan Raes waren offensichtlich so erfolgreich, dass im 17. Jahrhundert etwa 20 weitere Serien in verschiedenen Ateliers und in unterschiedlichen Ausführungen hergestellt wurden. Die Fürstlichen Sammlungen besitzen seit dem 19. Jahrhundert mehrere Tapisserien, die vermutlich aus den „editiones principes“ des Jan Raes stammen.
Kurz nach dem Ankauf wurde für die Bilderfolge des „Decius Mus“ im damals neu erbauten Wiener Stadtpalais Liechtenstein in der Bankgasse ein eigener Saal eingerichtet. Mit der Anfertigung der Rahmen und ihren prunkvoll geschnitzten, vergoldeten Kartuschen wurde Giovanni Giuliani beauftragt. Von 1807 an, als das Gartenpalais in der Rossau als Gemäldegalerie öffentlich zugänglich wurde, bis 1938 bildete der monumentale Zyklus das Herzstück der Galerie, in der er auch heute wieder zu sehen ist. |
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